Sonntag, 6. Juli 2014

Zwischenprüfung Konditorin

Hallo ihr Lieben,

als ich euch gestern die Geburtstagstorte gezeigt und meine Zwischenprüfung erwähnt habe, fiel mir auf, dass ich euch die Torte von damals noch nie gezeigt habe und das will ich natürlich jetzt schnellsten nachholen.



Das ist das gute Stück. Es war eine Schokobutterkremtorte mit Brandy und Birnen. Dazu einen Bisquitboden und ein Baiserboden. Mit dem Baiserboden gab es ein kleines Drama. Wir durften die Böden nämlich schon vor der Prüfung backen und der Mitarbeiter der Konditoreninnung meinte zu mir, er würde mir den Boden backen. Leider hab ich nicht aufgepasst und er hat den Boden nicht in den Backofen getan sondern in Gärschrank. Zum Glück im Unglück kann die Luftfeuchtigkeit nicht so hoch gewesen sein, denn das Baiser war schon noch da, nur nicht so 100% durchgebacken. Ich hab den Boden trotzdem verwendet.

Die Dekoration dieser Torte war ziemlich streng vorgegeben.
- es sollte zu einem festlichen Anlass sein (wobei das wirklich sehr locker gesehen wurde, sonst wäre der Segelschein wohl auch nicht als festlicher Anlass durchgegangen)
- es mussten Schokoladenfiligrane drauf sein
- es musste einen Schriftring geben
- es musste solche Butterkremverzierungen geben, wir konnten uns aus einer Reihe von Beispielen eine Sorte aussuchen und nachmachen
- die Mitte des Schriftringes musste mit Art Tortenguss gefüllt werden
- und die Torte musste unten einen schmalen Rand aus Mandeln, Nüssen, Schokolade oder ähnlichem haben

Die Sache mit dem Schriftring war das schwierigste, vor allem weil ich bis heute keine Schreibschokolade rühren kann. In der Innung haben mir die Lehrer die Tasse immer aus der Hand genommen und mir geholfen. Außerdem muss das Marzipan so dünn ausgerollt werden, dass man die Vorlage aus Papier durchschimmern sieht, damit man die Buchstaben gleichmäßig groß hinbekommt und die Abstände auch gleich groß sind.

Das Temperieren von Schokolade habe ich damals auch nicht so richtig begriffen, ich hab ja gestern schon erzählt, dass meine Bachelorarbeit darum geht und ich jetzt das Warum begriffen hab. Das haben sie uns eigentlich nie erzählt.

Nicht ganz einfach war auch das Teilen der Torte in 18 gleichgroße Stücke. Da war eben am Anfang nichts mit einfach immer die Hälfte machen. Dann wären es ja nur 16 Stücke geworden. Und so einen schicken Torteneinteiler durften wir natürlich nicht benutzen.

Aber wie man sieht habe ich das damals mehr oder weniger gut hinbekommen. Und damit will ich heute auch enden. In einem Monat muss ich meine Bachelorarbeit abgeben, ich weiß also noch nicht, wieviel Zeit ich in den nächsten Wochen habe, irgendetwas zu machen. Da ich auch noch ein paar Übungen für ein großes Projekt machen muss.

Liebe Grüße
eure Kuchenuli

Samstag, 5. Juli 2014

Geburtstagstorte Eisenbahn

Hallo ihr Lieben,

heute kann ich euch endlich mal wieder was zeigen. Und noch dazu eine Torte.

Diese Torte hab ich ganz spontan gemacht. Und ich hatte mit einigen schwierigen Vorgaben zu kämpfen. Zum einen war es bei meinen Eltern in der Heimat. Und ich war nicht darauf vorbereitet, ich hatte keine Materialien oder Werkzeuge dabei. Zum nächsten hatte ich keine Zeit etwas vorzubereiten, es war sehr spontan (wie gesagt). Des weiteren musste die Torte noch eine Woche Tiefkühler überstehen und das Geburtstags"kind" hat eine Nussallergie.

Und Männertorten sind ja immer etwas komplizierter in der Themenfindung. Aber mein Großonkel schwärmt für Eisenbahnen und so das Thema in Absprache mit meiner Mutter schnell gefunden.

Die Schokoladenfiligrane sind eine Technik, die wir damals in der Ausbildung gelernt haben und die auch in der Zwischenprüfung abgefragt wurde. Damals habe ich Segelschiffe gemacht. Und die Schokoladenfiligrane machen mich stolz, denn die hab ich auch über eine Woche vor dem Geburtstag gemacht und die Schokolade ist nicht grau geworden. Das ist mir früher oft passiert, da ich die Schokolade nicht richtig temperiert habe. Vielleicht sollte ich mich mal wieder an Pralinen versuchen...

Naja, ich werd mich bemühen, dass ihr hier wieder mehr zu sehen bekommt. Im Moment bin ich ja mitten in meiner Bachelorarbeit, aber die ist in absehbarer Zeit werd ich mit der fertig.

Liebe Grüße
eure Kuchenuli

Donnerstag, 22. Mai 2014

Rharbarbersirup

Hallo ihr Lieben,

ist es bei euch genauso warm wie hier? An solchen Tagen bin ich ja sehr froh, dass ich hier an der Küste wohne, da geht wenigstens immer ein Lüftchen.


Gestern habe ich auf jeden Fall genau das richtige für warme Tage vorbereitet. Zusammen mit Mineralwasser ist der Rharbarbersirup eine echte Erfrischung, hab ich heute probiert, nachdem ich gestern vergessen hatte Mineralwasser einzukaufen. Man kann wohl den Sirup auch mit Sekt zusammen trinken. An einem schönen Sommerabend nachm Grillen kann ich mir das prima vorstellen. Wobei ich den ja nicht unbedingt trinken muss, Sekt ist ja so überhaupt nicht mein Fall. Beate hat den Sirup auch mit Rosewein gemacht, aber da ich auch keinen Wein mag, war ich von der Kinder- und Schwangerenvariante sehr begeistert. Es muss halt jeder für sich selbst entscheiden.

Ich hab keine schönen Biozitronen bekommen, deswegen hab ich normale Zitronen und dann nur den Saft genommen und keine Zitronenscheiben mitgekocht.

Die Flaschen hab ich bei Ikea gekauft. Es war ein guter Grund da mal wieder hinzufahren :-).

Prost!
Das Rezept ist auch ganz einfach und macht wenig Arbeit. Ich hatte es ja schon vor 2 Jahren gesehen, als die Rharbarberzeit gerade zu Ende war (da hab ich mich schon ein bisschen geärgert) und dieses Jahr habe ich es endlich geschafft, den mal zu machen. Und es war bestimmt nicht das letzte Mal. Vor allem wenn man Rharbarber im Garten hat, ist das ein preiswerte Sache.

Also falls ihr das mal ausprobieren wollt, unter diesem Link, bei Beates schönem Näh- und Bastelblog, findet das Rezept. Ganz lustig ist es bestimmt, wenn man den Sirup in Eiswürfelformen tut und dann natürlich einfriert, das kann ich mir vor allem bei Sekt ganz prima vorstellen.

Wie lange der Sirup sich allerdings hält kann ich noch nicht einschätzen. Aber da die Flaschen im heißen Zustand fest verschlossen wurden, glaube ich, dass er schneller alle ist, als er schlecht werden würde.

Also dann viel Spaß beim Nachmachen, ich werd noch nen Schluck trinken.
Prost und liebe Grüße
eure Kuchenuli

Samstag, 17. Mai 2014

Carsten wünscht sich was... Mandarinen Cupcakes

Hallo ihr Lieben,

da bin ich mal wieder mit etwas gebackenem im Gepäck. Carsten hat mal wieder Orchesterprobe und so habe ich mal wieder gebacken. Ich gebs zu, einmal hab ich zwischendurch auch gebacken, aber die Snickers Cookies hatte ich euch ja schon mal vorgestellt. Und weil Carsten meinte, die wären so praktisch gewesen, weil man keinen Teller oder so braucht, hab ich diesmal Cupcakes gemacht.





Und weil ein Blech vermutlich nicht reicht, hab ich eben gleich 2 gemacht. Und zwar nach diesem Rezept: Mandarinen Cupcakes.

Heute morgen hab ich dann schon mal einen gekostet. Damit ich euch hier auch meine Meinung dazu präsentieren kann. Also ohne Topping wären die Cupcakes ganz schön trocken und so richtig fluffig sind sie auch nicht geworden. Aber ich find das Topping total toll und für mich reißt es die Cupcakes wieder raus. Allerdings würde ich pro Blech mehr als eine kleine Dosen Mandarinen nehmen, denn wenn man Pech hat, dann sind da große Stücke drin und dann bleibt kaum noch ein Stück Mandarine pro Muffin für drinnen übrig.

Und dann noch etwas in eigener Sache. Ich finde es total toll, dass ihr meine Seite besucht, obwohl hier ja nun auch schon seit einiger Zeit ein Mangel an neuen Sachen herrscht. Und das hat 2 Gründe. Zum einen hab ich diese Woche meine Bachelorarbeit angemeldet, das heißt also, dass ich die nächsten 12 Wochen volle Kraft voraus arbeiten muss und zum anderen bekomme ich seit einiger Zeit kein Bafög mehr, weil ich über die Regelstudienzeit hinaus bin. Und ohne Geld ist mir das Brot doch wichtiger als der Kuchen. Aber das wird ja auch wieder anders. Zu einem Vorstellungsgepräch bin ich auch schon eingeladen und wenn ich dann wieder ein bisschen Geld verdiene, dann gehts hier auch wieder richtig los. Mit dem einen oder anderen Projekt und vielleicht auch der einen oder anderen Veränderung. Ihr dürft also ein bisschen gespannt sein und ich hoffe, ihr bleibt mir weiterhin treu.

Liebste Grüße von
eurer Kuchenuli

Mittwoch, 16. April 2014

Der Mond und andere Experimente

Hallo ihr Lieben,

vielleicht wundert ihr euch, dass dies doch eigentlich ein Backblog ist und ich euch nun schon wieder Fotos zeige. Das hat einen ganz entscheidenden Grund, ich bekomme kein Bafög mehr und lebe von meinen Ersparnissen und da muss der Kuchen bei mir ein bisschen zurückstecken. Ich hoffe, ihr könnt euch auch an den Fotos erfreuen und wenn ich einen Job gefunden hab, dann gibts auch wieder mehr gebackenes zu sehen.

Fotos dagegen kosten ja nix, denn die Kamera hab ich ja schon. Und weil der Mond gestern so dick und rund über der Förde stand musste ich ein paar Fotos machen und dabei hab ich ein bisschen rumexperimentiert. Erst ein bisschen unfreiwillig, aber dazu später und dann einfach so, allerdings wollte die Kamera nicht ganz so wie ich, deswegen sind es weniger Bilder als ich wollte.


Das ist eins der ungewollten Experimente, ich wollte eigentlich nur ein Hochkantbild machen. Ich hatte die Kamera auf dem Stativ um lange Belichtungszeiten möglichst verwacklungsfrei hinzubekommen, die Kamera aber nicht richtig festgemacht und mitten in der langen Blichtungszeit fängt die Kamera samt Stativkopf sich nach unten zu drehen. Erst war ich ein bisschen verärgert, aber das Ergebnis fand ich dann doch lustig.



Das war auch eher ungewollt, da ist mir ein Polizeiauto durch das Foto gefahren. Und durch die lange Belichtungzeit sieht dann so aus.

Das war dann ein gewolltes Experiment, da habe ich dann während der Belichtungszeit gezoomt. Und irgendwie mag ich das Bild. Es hat ein bisschen was abnormales, mit dem Mondschein auf dem Wasser und den gezoomten Lichtern auf dem anderen Ufer. 


So, das waren die Bilder von gestern abend. Vielleicht gehe ich nachher noch los, um die neuen Frühlingsblumen zu fotografieren. Traubenhyazinthen und Tulpen am Institut für Humanernährung.

Aber erstmal ruft meine Bachelorarbeit.
Bis bald und liebe Grüße
eure Kuchenuli

Dienstag, 8. April 2014

Fotos von gestern

Hallo ihr Lieben,

hier macht der April beim Wetter gerade seinem Namen alle Ehre. Das Wetter wechselt schneller als man gucken kann. Und der Regen beginnt und endet als würde man einen Wasserhahn auf- und zudrehen.

Aber gestern war ich zweimal kurz mit dem Fotoapperat draußen und hab die Regenpausen genutzt um die Magnolie im Garten vom Wohnheim zu fotografieren...



Das ist mein Lieblingsbild mit den Wassertropfen. Um diese zu betonen, hab ich allerdings das Foto so beschnitten, dass kaum noch zu erkennen ist, dass die Tropfen an einer Magnolie hängen.
Es war mitterweile schon ein bisschen schwierig Blüten zu finden, die noch keine braunen Stellen hatten, also mal wieder zu lange gewartet. Ich hatte nämlich eigentlich gedacht, die würden noch weiter aufblühen. Naja, mein Mitbewohner hat sich bestimmt auch sonst was gedacht, als ich mit der Leiter im Magnolienbaum gestanden hab, aber jeder macht sich halt so gut zum Heinz wie er kann, nicht war?

... und gestern abend war es so windstill und der Blick aus meinem Fenster so schön, dass ich spontan noch rausgegangen bin um die Kieler Förde bei Nacht zu fotografiern. Und an der Kiellinie waren noch viele Leute unterwegs, die wie ich die milden Abendstunden genutzt haben.



Es gefiel mir so gut, wie sich die Lichter in dem stillen Wasser spiegeln, deswegen war ich ja auch rausgegangen.


Nein, diese Bilder sind, vom Beschneiden mal abgesehen, nicht bearbeitet, die Atmosphäre war wirklich so.
Bei den letzten beiden Bildern bin ich mir ja nicht sicher, welches mir besser gefällt, nur der Baum oder Baum mit Brücke. Welches gefällt euch besser?

So, jetzt muss ich mal wieder weiter machen. Also bis bald und
Liebe Grüße
eure Kuchenuli

Sonntag, 30. März 2014

Iglutorte zum 30. Geburtstag

Hallo ihr Lieben,

ich bin gerade auf Heimatbesuch und habe bei einem ordentlich Programm noch eine Außenstelle meiner Tortenküche bei meiner Mutter aufgeschlagen.

Meine Schwester ist 30 geworden und da wurde es endlich mal wieder Zeit für eine Motivtorte. Auch wenn ich hier in Berlin bin. Also hab ich die wichtigsten Werkzeuge mitgenommen und die Küche meiner Mutter zwischenzeitlich in ein kleineres Chaos verwandelt. Das musste mal sein, der Backofen freute sich mal wieder Kuchen zu sehen und ich hab auch hinterher alles wieder sauber gemacht.



Ja, das Iglu war mir ein Bedürfnis, da das die Lieblingstiere meiner Schwester sind. Ein bisschen gescherzt habe ich bei den Schneebälle auf der Torte, den ich habe ganz frech behauptet, die bräuchten die Piguine um einen Angriff von Eisbäre abzuwehren. Aber was haben Eisbären am Südpol zu suchen???

Das Innenleben der Torte ist mal wieder Spezialrezept Nusskuchen (das Rezept findet ihr hier) und wie immer bei Kuppeltorten in der Ikeaschüssel gebacken. Andere ofenfeste Kuppelformen sind auch um ein vielfaches teurer. Diesmal habe ich den Kuchen aber mit Nougatbutterkrem und Aprikosen gefüllt. Dann hab ich die Torte noch eingestrichen und über Nacht kalt gestellt.

Am Freitag wurde sie eingedecht, dann hab ich freihand mit einem Zahnstocher die Eisblöcke im Iglu eingeritzt. Die Holzmaserung von der Tür ist übrigends auch mit einem Zahnstocher hergestellt worden. Besonders hab ich mich gefreut, dass ich nun die Patchworkcutter mit den Pinguinen benutzen konnte. Da muss man allerdings sehr aufpassen. Die Cutter sind sehr filigran. Die Flagge ist natürlich nicht aus Holz, sondern aus Tonkarton.

So, jetzt muss ich mal Schluss machen, der Post ist ja auch wieder lang genug geworden.
Bis zum nächsten Mal, dann wieder aus Kiel.

Liebe Grüße
eure Kuchenuli